24/7 without

Abgeschnitten von den tiefen Quellen,

angekommen in der Welt von hier;

nachts nur, wenn die Hunde bellen (Kläffer

aus dem Steinrevier) mache ich das Fenster auf,

wo bist du?

 

Sauge Luft ein, greife schnell zu fassende Klamotten,

laufe durch das Stadtgeviert, laufe nicht zu

dir.

 

Dunkel, das ich kenne. Niemals werde ich

die wiedersehen, die ich liebend sah in dir.

Kennst du diese Worte, dass sich tot zu stellen

in der Welt, gesünder wär?

 

Nein, ich spiele nur mit Worten! Niemals hätte

ich die Welt, nur aus Hang zu dir,

auf den Kopf gestellt … (glaubst du mir?)

 

Meine Flügel brechen, wenn ich das laut denke,

denn das Gegenteil ist wahr!

Es war immer alles, was ich wollte: den Planeten

unter meinen Füßen weich zu tanzen.

Ihn zu lehren, was zu fliegen wirklich wär

(oder was ich davon halte. Auch mit dir.)

 

Voll egal.  Siehst du die Taube auf Dächern?

Hast du Platz für siebenhundert Meter

westberliner Freiheitsmist?

Dann hör zu:

 

Ich, um einer Seele ganzer Trauer

nun bereichert, fülle jede Fuge, wenn die Welt

zerfällt mit dem letzten Rest von Liebe,

den ich kenne und erhalte.
Und wir greifen uns die Reste, die wir

kennen (Ferien im Hotel, eine Weile ausruhn, ab von

allem) und versprechen uns die besten Tage

dieser Welt. Aua, aua. Oder, dear?

 

Ja, die Welt geht unter; wir nur

werden bunter; denn es gibt nichts aufzuhalten.

Oder: nur verbreiten müssen wir, was wir lieben!

Freundschaft, Hunger, lüsterne Gedanken, Einsamkeit

und ohne Schranken, alles was uns möglich ist.

Kiss.

 

Ungerechte Wilde. Aber wer und was, warum!

Gegensätze ziehn sich nicht mehr an?

Fuck yourself, my killer! Liebe kommt aus

Widerständen; Liebe kommt aus wildem Wuchs.

 

Liebe kommt zur Not, aus Bomben. Liebe

überwindet Christen und IS?!

 

Weiß du, wenn das Töten Schluss macht,

gehen Himmelspforten auf.

Und dann siehst du keine Jungfrauen.

Und dann siehst du keine Kohle.

Und dann siehst du keine Ketten.

Alles, was du siehst, ist,

was dein Herz begehrte.

 

Und in diesen wirren Stunden,

lieb sie weiter. Denn die Welt

wird immer sich verändern.

Und wir werden sie verändern,

immer wieder, sie und ich.

Nur wohin, das weiß ich nicht.

 

Welt, die heute unter unseren Füßen sinkt.

Immer weiter werd‘ ich denken: weit hinaus.

Über IS, Polizisten, Ferienhäuser, Liebe, Kram …

 

Weil ein westberliner Junge nichts kennt,

außer Freiheit für sein Leben …

 

 

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